(Zwischen Glaube und Hoffnung: Das Jahrhundert des Kommunismus [de] • Communism - The Great Belief of the 20th Century [en])
UK 1999
d: Patrick Barbéris
Quantum Leap Group (Region 0 uk)
sc: Patrick Rotman, Patrick Barbéris
e: Françoise Bernard
m: Marc Perrone
p: Michel Rotman, Richard Delmotte (Kuiv Productions / La Sept / ARTE / Arkéion)
w: Lemmy Constantine (narr.)
pr: 06 Okt 1999
rt: 216:56 min
dvd-rl: 25 Nov 2002
ar: 1.33:1 (4:3 Academy Ratio)
sd: English Dolby Digital 2.0 Mono
st: --
supp: Contains the 4 episodes:
SIDE A (107:13 min)
• L'utopie au pouvoir (1917 - 1928)
• Le communisme et son double (1929 -1939)
• Extras: The Fall of Budapest (51:43 min)
• Propaganda Posters
• World Communism
• Alternate Viewpoints
• Weblink
SIDE B (109:43 min)
• L'apogée (1940-1953)
• Une fin sans fins (1953 - 1993)
"Zwischen Wirklichkeit und Imagination, zwischen Erleben und Glauben, zieht sich eine tiefe Kluft, die bis zum Ende des Kommunismus bestehen bleibt." Sein wichtigstes Element sei die Gläubigkeit seiner Anhänger: "Von Anfang an verdrängt das Bedürfnis nach Hoffnung die Tatsachen, der Glaube leugnet die Wirklichkeit." Dies ist die Leitidee, nach der Patrick Rotmann und Patrick Barbéris ihre Geschichte des Kommunismus schreiben. Nach diesem point of view ordnen sie historisches Material und interpretieren es. Der Kommunismus als säkulare Religion, als revolutionärer Messianismus, als Rote Kirche, als pharaonischer Wahn, Spuren in der Geschichte zu hinterlassen. Entsprechend beschreiben die Autoren die Phasen nach dem Modell einer religiösen Bewegung: Ursprungsmythos, Erstarken zur Weltreligion, Dogmatisierung, Schisma, Häresie, Niedergang. Vier Folgen, vollgepackt mit historischem Bildmaterial, teils aus Parteiarchiven, teils aus alten Propagandafilmen, leider oft überdeckt durch einen ausführlichen erläuternden Kommentar (den im Original Patrice Chéreau spricht, in der deutschen Fassung Bert Hahn). Die unaufdringliche, viel zitierende Musik von Mark Perrow hält das Dokumentarische zusammen. Die beiden Autoren Patrick Rotman und Patrick Barbéris lassen die dokumentarischen Sequenzen länger als gewöhnlich laufen und benutzen sie nicht bloß als Bildtapete.
— Fritz Wolf, epd